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Arnstadt wurde im Jahr 704 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit ältester Ort Thüringens. Über mehrere Generationen wohnten in Arnstadt Angehörige der Musikerfamilie Bach. Der junge J.S.Bach war von 1703 -1707 Organist in der heutigen Bachkirche.
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Arnstadt in Thüringen

Die Bachstadt Arnstadt liegt idyllisch an den nördlichen Vorbergen des Thüringer Waldes und nahe dem reizvollen Landschaftsschutzgebiet "Drei Gleichen". Sie gilt als Eingangstor zum Thüringer Wald.

Im Jahr 2004 blickt die ehemalige Residenzstadt auf 1300 Jahre Stadtgeschichte zurück, diese sind durch viele steinerne Zeugnisse und verschiedene Spuren von Historie belegt.


Riedturm und Jacobsturm
Der Hausturm der Ruine Neideck, Zeuge eines heute zerfallenen Schlosses, grüßt wie ein Leuchtturm von weitem. Auch die Türme der romanisch-gotischen Liebfrauenkirche und der Jakobsturm beherrschen die Stadtsilhouette.

Ein Bummel durch die Stadt zeigt schmale Gassen, schöne Renaissancebauten und wertvolle sakrale Bauwerke.

Arnstadt wurde im Jahre 704 erstmals urkundlich erwähnt und ist der älteste Ort Thüringens.



die Stadtmauer
Bodenfunde, welche in und um Arnstadt in Thüringen gemacht wurden, zeugen aber schon von einer Besiedlung um 4000-1800 v.u.Z. Eine Reichsversammlung unter König Otto I., dem späteren deutschen Kaiser fand hier 954 statt. Hierdurch kommt die Bedeutung Arnstadts im damaligen Reich zum Ausdruck.

Im Jahre 1266 erhielt Arnstadt das Stadtrecht. Vom 13. bis 18. Jahrhundert war Arnstadt vor allem Handwerkerstadt, Handelsplatz für Waid, einer der bedeutensten Weinanbauorte Thüringens und ein wichtiger Getreideumschlags- und Holzstapelplatz.

das Schlossmuseum
1581 wurden viele Bürgerhäuser, das Rathaus und die Bonifatiuskirche vernichtet. 1583 wurde das Rathaus im Renaissancestil und weitere Bürgerhäuser am Markt- und Riedplatz wieder erbaut. Die Liebfrauenkirche (1200-1307) ist einer der bedeutensten Sakralbauten Thüringens.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist die im Schlossmuseum untergebrachte Miniaturwelt "Mon plaisir" mit Puppen. Sie zeigt ein Spiegelbild der barocken höfischen Welt und gehört zu den europaweit kunsthistorisch einzigartigen Stücken. Ein original erhaltenes barockes Porzellankabinett ist ebenfalls zu besichtigen.

Hopfenbrunnen
Auch an vielen anderen Stellen erweist sich Arnstadt als ein zu entdeckendes Kleinod in der mitteldeutschen Kulturlandschaft. Das Stadtmodell "Arnstadt um 1740" im Gärtnerhaus der Schlossruine Neideck stellt in hoher Präzision die kleinstädtische Residenzstadt Arnstadt in dieser Zeit dar.

Das "Haus zum Palmbaum" beherbergt heute die Neue Bachausstellung mit Bachgedenkstätte und Literaturkabinett. Über mehrere Generationen (1620-1792) wohnten Angehörige der Musikerfamilie Bach in Arnstadt. Johann Sebastian Bach war von 1703 bis 1707 als Organist in der heutigen Bachkirche tätig. Auch Literaten, wie Ludwig Bechstein, "Marlitt" und Willibald Alexis zog es nach Arnstadt.

Weitere Informationen: Alteburg, Fasanerie, Himmelfahrtskirche, Oberkirche, Prinzenhof


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