"Die Gegend ist herrlich, herrlich", schrieb Johann Wolfgang von Goethe aus dem thüringischen Ilmenau. Jahre später meinte er zu seinem Sekretär Eckermann:
"Wo finden Sie auf einem so engen Fleck noch so viel Gutes?"
Als meistbesuchtes Urlaubsgebiet Thüringens lädt der Thüringer Wald auch heute noch zahlreiche Wanderer, Nordic Walker, Radfahrer, Naturfreunde und Biker zum Verweilen ein.
Erfreuen Sie sich an faszinierenden Panoramaausblicken, dichtbewaldeten Höhen, idyllischen Tälern, sanftgeschwungenen Höhenzügen und lieblichen Dörfern. Wandern Sie auf dem 169,3 km langen Rennsteig, Deutschlands bekanntester Wanderweg, oder auf einem der unzähligen Nebenstrecken.
Anhand unserer Karten können Sie die schönsten Urlaubsregionen im Thüringer Wald anklicken und erhalten hierzu dann weitere Informationen, Tipps zu Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten und empfehlenswerte Unterkünfte aller Kategorien und Preisklassen, ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen.
Auf der Karte können Sie empfehlenswerte Urlaubsorte direkt anklicken bzw. über die Detaillkarten den gewünschten Ausschnitt vergrößern. Sie erhalten dann weitere Info`s und Fotos, sowie Verweise zu Sehenswürdigkeiten und Unterkünften.
Unter diesen Links finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Unterkunftskategorien im Thüringer Wald:
Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Hostel, Reiterhöfe, Schullandheime & Herbergen, Campingplätze, Monteurwohnungen
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Erholsame Wanderungen in einem der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens
Das wildromantische, ca. 53 km lange Schwarzatal ist ein tief eingeschnittenes Kerbtal am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges. Es gehört in seiner Gesamtheit zum neu geschaffenen Naturpark "Thüringer Wald".
Darüber hinaus ist das untere Schwarzatal eines der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens und bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten Heimstatt. Dazu zählen unter anderem zahlreiche wildwachsende Orchideenarten, der Eisvogel und das Bachneunauge.
Im Schwarzatal, insbesondere in den ehemaligen Schieferbrüchen, befindet sich eine der artenreichsten Schmetterlingspopulationen Europas. Das gesamte Gebiet ist durch ausgezeichnet beschilderte Wanderwege, die immer wieder an Ausflugslokalen vorbeiführen, gut erschlossen.
Besondere Attraktionen stellen dabei der Naturlehrpfad "Heinrich Cotta" und ein Olitäten-Wanderweg dar. Auch der Europäische Bergwanderweg Bulgarien-Portugal führt durch das Schwarzatal.
Dabei hat der Wanderer aufgrund des abwechslungsreichen Geländeprofils immer wieder weite Ausblicke auf die umgebende Mittelgebirgslandschaft mit den kleinen, malerisch darin eingebetteten Orten.
Selbstverständlich kann man sich die Region Schwarzatal in Thüringen auch per Rad erschließen - allerdings erfordern die Steigungen gute Kondition!
Komfortabel lässt sich die Region mit der Thüringer Bergbahn erkunden. Sie wurde einst als Anschluss der Berggemeinden an das Bahnnetz konzipiert und ist heute die meistbesuchte Attraktion. 25 Prozent Steigung auf 1,4 Kilometern Strecke - das ist rekordvberdächtig und lockt mehr als 100.000 Fahrgäste im Jahr an. Viele davon nehmen ihr Fahrrad gleich mit und flitzen anschließend auf der Downhill-Strecke neben den Gleisen in Sekunden wieder ins Tal.
Oder sie gehen auf der Höhe auf Entdeckungstour, wo die fast vergessene Tradition des Naturheilmittelhandels, als Olitätenhandel bekannt, lebendig wird. Sie lässt sich auf einer digitalen Kräuterspur erkunden oder mit dem Olitätenwagen der OBS mit Glasdach, Pflanzen-Memory und Duftkasten. Hier oben, in Oberweißbach, erblickte auch der Reformpädagoge Friedrich Wilhelm Fröbel das Licht der Welt, der später in Bad Blankenburg - dem Tor zum Schwarzatal - den ersten Kindergarten gründete. Sein Geburtshaus ist heute Memorialmuseum mit zahlreichen originalen Zeugnissen aus seiner Kindheit.
Schwarzburg - seit mehr als 150 Jahren finden Urlauber hier zauberhafte Natur, Erholung und die legendäre Sommerfrische im Thüringer Wald. Goethe wanderte von hier aus durch das Schwarzatal. Henry van der Velde war mehrfach zu Gast auf Schloss Schwarzburg, dem imposanten Stammsitz des Adelsgeschlechts Schwarzburg-Rudolstadt. Friedrich Ebert verbrachte die schönste Zeit des Jahres hier und setzte im August 1919 seine Unterschrift unter die Weimarer Verfassung.
Das ehrwürdige Schloss, durch nationalsozialistischen Irrsinn fast zerstört, ist vor dem endgültigen Verfall gerettet. Im erhaltenen und sanierten Zeughaus ist seit 2018 wieder die fürstliche Schausammlung aus Rüstungen und Waffen zu sehen. Die Gebäudearchitektur und die einzigartige, vollständig erhaltene Sammlung bilden ein Gesamtkunstwerk, das in Europa seinesgleichen sucht.
Rund 4.000 Objekte erhält die Schwarzburger Zeughaussammlung. Sie wurden in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert.
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© Text: Touristinfos im Schwarzatal & Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Fotos: Henry Czauderna (Thüringen.info)