Geschichte der Stadt Eisenach

Geschichte der Stadt Eisenach

Eisenach ist cirka 850 Jahre alt. Im 7. Jahrhundert führte die Hohe Straße oder Königsstraße, aus Spanien und Frankreich kommend, bis hier hin, um später nach Leipzig und Polen verlängert zu werden. Von 1130 bis 1247 war es mit der Wartburg Sitz des Landgrafen von Thüringen. 1287 erhielt Eisenach Stadtrecht, wurde nach Gründung des Herzogtums Sachsen-Eisenach 1596 dessen Landeshauptstadt und erlebte einen großen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. 1741 fiel es nach Sachsen-Weimar.

Drei große Stadtbrände in den Jahren 1342, 1616 und 1636 vernichteten immer wieder ganze Straßenzüge. Der letzte zerstörte die Stadt zu zwei Dritteln, es blieben nur noch wenige Fachhäuser am Markt stehen. Auch Kriege und wegen ihrer verkehrswichtigen Lage durch die Stadt ziehende Truppen hinterließen ihre Spuren. Allein zwischen 1806 und 1813 marschierten über 600 000 Franzosen unter Napoleon durch Eisenach und durchquerten die Stadt auch auf dem Rückzug. Im Zweiten Weltkrieg trafen sieben Bombenangriffe die inzwischen bedeutende Industriestadt mit ihrem BMW-Automobil- und einem Flugmotorenwerk. Am 6. April 1945 wurde die Stadt kampflos an die Amerikaner übergeben. Durch die deutsche Teilung wurde Eisenach ab 1949 zur Grenzstadt, obwohl es beinahe in der geographischen Mitte des heutigen Deutschlands liegt. Mit 51 000 Einwohnern ist es noch keine Großstadt, auch wenn hier seit 1897 bis vor einigen Jahren noch Straßenbahnen fuhren. Hohe Investitionen sind nötig, Eisenach nach 40 Jahren Sozialismus mit verfehlter Baupolitik ein mit ähnlichen westdeutschen Städten vergleichbares Aussehen zu geben. Dennoch lohnt es sich, die Stadt und natürlich damit auch die über ihr thronende Wartburg näher kennen zu lernen.

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