St. Johanniskirche Herpf

St. Johanniskirche Herpf

Der Ortskern um die Kirche war der Besiedlungskern. Hier stand ursprünglich eine Befestigung. Die Dorfkirche ist beim Ausbau einer solchen mittelalterlichen Dorfbefestigung entstanden. Im 15. Jahrhundert baute man an den einstigen Bergfried der Burg einen Kirchenraum an.

1474 wird in einer Schenkungsurkunde die Kirche als St. Johannis-Kirche bezeichnet. Zwischen 1611 und 1620 ist der Kirchenraum dann als einfacher Saalbau erneuert worden.

In seinem Innern aber erhielt er nun eine reiche Ausstattung. Rings um den Raum wurde eine zweigeschossige Empore errichtet, sie steht auf bauchigen Säulen. Ihr Balkenwerk und die Brüstung sind vielförmig geschnitzt und bunt bemalt.


Aus den Emporen heraus wächst gleichsam die hölzerne Tonne, die den hohen Kirchenraum überspannt und gleichfalls bemalt ist. Weitere prächtige Ausstattungsteile erhielt die Kirche dann in der Barockzeit.

In den Chorraum, zu dem man den alten Burgturm durch den Einbruch der spitzbogigen Öffnung gesellt hatte, wurde 1772 der geschnitzte und figurengeschmückte Altar und darüber die Orgel eingebaut.

1963 sind die Ausmalungen von 1772 wiederhergestellt und die gesamte Ausstattung dieser zu den schönsten Denkmalen der Volksbaukunst zählenden Kirchen gesichert worden.

Lage



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