Schloss Bertholdsburg

Schloss Bertholdsburg Schleusingen

Die Bertholdsburg - bedeutendster Profanbau Schleusingens und seines Umlandes- ist das Wahrzeichen der kleinen südthüringischen Stadt an Nahe, Erle und Schleuse am Südhang des Thüringer Waldes. Diese Burg wurde zwischen 1226 und 1232 unter Poppo VII. von Henneberg erbaut und war seit 1274 über mehr als drei Jahrhunderte Sitz und Residenz der Grafen von Henneberg-Schleusinger Linie. Um die Burganlage herum entwickelte sich die Stadt Schleusingen. Seinen Namen erhielt die Burg durch Berthold VII. (1284-1340), den bedeutendsten Repräsentanten der Grafen von Henneberg im Mittelalter.


Bis ins 16.Jahrhundert hinein erfolgten Aus- und Umbauten an der Bertholdsburg. Es veränderte sich ihr Bild von der einst stark befestigten Burg zum Renaissanceschloss. Die Vierflügelanlage mit einem fast geschlossenen Innenhof beherbergt im Südflügel die einstigen Fürstenräume. Dominierend im Ensemble der Bertholdsburg sind seine sechs Türme. Besonders markant ist der Hauptturm, südöstlich im Schlosshof gelegen. Der ehemalige Wehr- und Wachturm dient heute fast ausschließlich als Aussichtsturm. In über 30 m Höhe hat man einen schönen Rundblick auf Schleusingen und seine landschaftlich reizvolle Umgebung.



Über dem Renaissanceportal des Hauptturmes fällt das in Sandstein gefasste Henneberger Wappen aus dem 16.Jahrhundert auf. Bis heute ist die schwarze Henne auf grünem Berg im gelben Feld im Stadtwappen von Schleusingen erhalten. Die Initialien des Spruchbandes über der Tür (V.G.G.W.G.U.H.Z.H. - Von Gottes Gnaden Wilhelm Graf und Herr zu Henneberg) weisen auf eine rege Bautätigkeit Wilhelms IV. (1495-1559) hin. Im Schlosspark am Fuße der Bertholdsburg steht ein Gedenkstein, der 1996 anlässlich des 900-jährigen Jubiläums des Henneberger Landes aufgestellt wurde.


Direkt vor der Burg, in der Burgstraße und am Marktplatz gibt es Parkplätze; Restaurants und Hotels laden zum Verweilen ein. Nach dem Aussterben der Henneberger 1583 wurde die frühere Residenz mehr und mehr zum Verwaltungssitz für sächsische, nach 1815 für preußische Behörden und Ämter. Konsistorium, Landgericht, Landratsamt, Forstamt, Kreiskasse und ähnliches waren teilweise noch bis 1945 hier untergebracht. In den 30-er Jahren des 20.Jahrhunderts und erst recht nach dem II. Weltkrieg entwickelte sich die Bertholdsburg immer mehr zum kulturellen Zentrum der Stadt Schleusinqen und seiner Region.


Heute befindet sich im Nord-, Ost -und Westflügel der Burg das Naturhistorische Museum für Südthüringen mit seinen Sammlungen zur Naturkunde, Mineralogie, Paläontologie sowie zur Burg- und Regionalgeschichte. In der mineralogisch-geologischen Dauerausstellung sind über 1000 Minerale und Gesteine wie auch der Bergbau in Thüringen anhand szenarischer Darstellungen zu sehen. Im Frühjahr 2001 wird eine repräsentative landschaftsökologische Ausstellung "Auf den Spuren unserer Umwelt - 300 Millionen Jahre Thüringen" mit Fossilien, Pflanzen, Tieren und vielen Modellen eröffnet.



In der regionalgeschichtlichen Abteilung stehen die Geschichte der Grafen von Henneberg in Schleusingen bis zum letzten Regenten- Georg Ernst (1543-1583), die mittelalterliche Papierherstellung und die stadtgeschichtliche Entwicklung anhand von Buchdruck, Schützenwesen, Lebensweise und Handwerk im Mittelpunkt der Ausstellung. Ergänzt wird diese umfangreiche Präsentation durch Sonderausstellungen zu den verschiedendsten Themen. Das historische Denkmal Schloss Bertholdsburg in Schleusingen gehört seit 1994 zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit Sitz in Rudolstadt.

Kontakt

Schloss Bertholdsburg
Naturhistorisches Museum

Burgstraße 6
98553 Schleusingen

036841 5310
036841 531225
Kontakt / Reservierung

Öffnungszeiten

Di - Fr 09.00 - 17.00 Uhr

Sa - So 10.00 - 18.00 Uhr

Letzter Einlass 1 Stunde vor Schließung

Preise

Normalpreis:
4,00 EUR, Familienkarte 11,00 EUR
ermäßigt:
3,00 EUR
Gruppenpreis:
ab 20 Personen - 3,50 EUR

Bilder

Naturhistorisches Museum
Schützenkleinod  d. Armbrustschützen
175 Millionen Jahre alte Ammonshörner
Südthüringer Archosaurier
Junger Luchs
Fürstgraf Georg Ernst (1511-1583)

Lage



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