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Bad Frankenhausen in Thüringen

Bad Frankenhausen - Übersicht

Bad Frankenhausen

Bad Frankenhausen: Die 1000-jährige Salzstadt am Südhang des Kyffhäusergebirges beeindruckt mit zahlreichen sehenswerten historischen Gebäuden, Gassen und Plätzen, wie der schiefen Oberkirche, dem Hausmannsturm aus dem 13. Jahrhundert u.v.m.

 

Über Bad Frankenhausen

Blick auf Bad Frankenhausen

Bad Frankenhausen in Thüringen

Die liebenswerte Kur- und Erholungsstadt Bad Frankenhausen weist unterschiedliche alte Siedlungskerne auf, drei Kirchen und eine Reihe interessanter historischer Gebäude, Kurpark und Botanischer Garten, Schloss, Stadtmauer, Therme ... entdecken Sie einfach selbst!
Schon von weitem fällt der schief stehende Turm der Oberkirche „Unserer lieben Frauen“ auf.
Die Oberkirche, 1382 erbaut, gehört mit dem Hausmannsturm (ehemalige Oberburg) und einem nicht mehr sichtbaren Siedelhof zum alten Siedlungskern der Stadt, der so genannten Oberstadt.

Hausmannsturm oberhalb von Bad Frankenhausen Nicht weit von der Oberkirche fällt ein festungsartiges, ursprünglich fränkisches Bauwerk, der Hausmannsturm auf. Er wurde in einer Urkunde Otto III. vom 30. November 998 als Teil der Stadtbefestigung erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Frankenhäuser die unterschiedlichsten Namen für das markante Gebäude.

Die ursprüngliche kleine Burg hatte Schutzfunktion, und die Burgvögte erhielten für den Schutz des Salzwerkes bis ungefähr 1517 den Ertrag eines Salzsiedehauses. Gleichzeitig gehörte den Vögten auch Grundbesitz, Gerichtsbarkeit und sonstige Einkünfte. Auf den Südhängen oberhalb der Stadt wurde im Mittelalter Wein angebaut. Unterhalb des Hausmannsturmes im Tal treten in einem alten Erdfall, dem Quellgrund, zwei Salzquellen zutage, die noch heute Sole unterschiedlicher Konzentration schütten.

Rathaus von Bad Frankenhausen Der Frankenhäuser Arzt Dr. W.A.G. Manniske beobachtete über lange Zeit die heilende Wirkung der Sole. Er konnte die Pfännerschaft davon überzeugen, im Salinengelände 1808 die ersten Wannen zum Behandeln von Patienten aufzustellen. 1818 baute man das erste Kurhaus im Quellgrund und eröffnete den Kurbetrieb. 1876 folgten das Kinderkurheim an der Wipper, 1878 ein weiteres Kurhaus, das Obere Bad.

Im Jahr 1927 erhielt die Stadt die Bezeichnung „Bad“ Frankenhausen. Die Sole wird zum Heilen der oberen Luftwege, Hauterkrankungen und inneren Organe genutzt. Heute wird vorwiegend inhaliert und gebadet.

Anger In unmittelbarer Nähe des Kurparkes befindet sich der Anger, ein großer freier Platz, der von Häusern vorwiegend aus dem 19./20. Jh. flankiert wird. Zahlreiche Stadtbrände vernichteten ganze Straßenzeilen, so auch 1829 am Anger.

Um 1850 herum standen an der westlichen und nördlichen Seite neue Häuser, allerdings weniger prächtig. Und das einstige Stadttor, das Nordhäuser Tor, lässt sich heute durch eine erhalten gebliebene Mauer nur noch erahnen. Vom Anger gelangt man durch die Kräme zum Markt. Wie der Name besagt, befanden sich hier zahlreiche Geschäfte der Krämer. Leider blieb auch hier nur wenig historische Bausubstanz erhalten. In einer Seitengasse der Kräme, der Münze, befindet sich das alte Krankenhaus, 1799 von Dr. Manniske gegründet.

Kreisheimatmuseum im Schloss Auf den Resten einer romanischen Burganlage wurde 1533 ein Renaissancebau durch Graf Günther von Schwarzburg errichtet. Bis 1918 verblieb das Schloss im Besitz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Heute befindet sich hier das Kreisheimatmuseum, ein Regionalmuseum mit naturkundlichen und kulturhistorischen Ausstellungen zur Kyffhäuserlandschaft.

Auf dem Schlachtberg erhebt sich das weithin sichtbare Panorama Museum. In diesem Bau befindet sich das von Prof. Werner Tübke geschaffene Rundgemälde zum Thema Bauernkrieg, der hier mit der Niederlage der Bauern 1525 endete. Das Monumentalgemälde mit den Abmessungen 14 x 123 m beinhaltet zahlreiche geschichtliche Fakten aus subjektiver Sicht Tübkes.

Die heutige Stadt Bad Frankenhausen in Thüringen wird von Kleingartenanlagen und Gewerbegebieten umgeben. Im östlichen Teil entstand eine BfA-Klinik mit ca. 190 Betten. Im Stadtzentrum befinden sich die Kyffhäuser-Therme und das Kurmittelhaus „Barbarossagarten“.

Weitere Infos: Altstädter Kirche, Kyffhäusertherme, Unterkirche, Kyffhäuser-Denkmal

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