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Stadtroda in Thüringen

Stadtroda - Übersicht

Stadtroda

Stadtroda, eine Stadt eingebettet in die engen Täler des Rodaflusses und ihrer Nebenbäche, hat viel an landschaftlichem Reiz zu bieten. Sehenswert sind u. a. das Schloss, das Nonnenkloster, die St. Jakobskirche, das Stadtmuseum usw.

Über Stadtroda

Stadtroda in Thüringen

Stadtroda, eine Stadt, eingebettet in die engen Täler des Rodaflusses und ihrer Nebenbäche, hat viel an landschaftlichem Reiz zu bieten. Man sagt, durch ihre anschmiegsame Lage an die schroff aufspringenden Felsen des anstehenden roten Buntsandsteins gehöre diese liebenswerte Stadt zu den von Naturschönheiten verwöhnten Thüringer Kleinstädten. Nur entlang der Rodaaue, zur nahen Universitätsstadt Jena hin, öffnet sich die Flur, bis sie wieder allmählich zu den Höhenzügen der Wöllmisseberge ansteigt. Hier, auf der Saale-Elsterplatte, beginnt das Thüringer Holzland, als dessen Eingangspforte Stadtroda gilt. Noch zur Jahrhundertwende waren zwei Drittel der 66 qkm umfassenden Fläche des Holzlandes mit Wald besetzt und prägte die Lebensweise der Bevölkerung mit ihrem bodenständigen Holzhandwerk.

Als im 9. und 10. Jahrhundert die Rodetätigkeit durch fränkische Siedler in den urwaldartigen Tälern der Roda und ihrer Nebenflüsse begann, entstand, unbekannt wann, auf hohem Bergsporn die Siedlung Roda. Der viereckige Turm der Heilig-Kreuz-Kirche mit seiner thüringischen Schieferdachhaube grüßt als Wahrzeichen dieses alten Marktfleckens vom Berge in die Stadt herunter. Sein Vorgänger soll aus Holz gebaut schon 1013 als Wehrturm gedient haben. Schon frühzeitig war Stadtroda als Stadt anzusehen, denn 1251 werden "civis", d.h. Bürger, beurkundet. Ausführliche Stadtrechte bekam sie im Jahre 1310 durch die Grafen von Schwarzburg.

Schon 1500 wird ein Schloss erwähnt, das zusammen mit der Kirche, dem Rathaus und der Hälfte aller Wohnhäuser dem großen Stadtbrand von 1638 zum Opfer fiel. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss in den Jahren 1663 bis 1734. Prinz Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg begründete 1736 eine prinzliche Hofhaltung, die bis zur Vermählung der hier wohnenden Prinzessin Auguste Luise Friederike mit dem Erbprinzen Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt im Jahre 1780 andauerte. Um das Schloss herum entwickelte sich der zweite Stadtteil unten im Tal der Roda. Schon 1523 wird beurkundet, dass "sich der nidertail auch etwas gemehrt und gebraittet" habe, weshalb man damals auch den Markttag in diesen unteren Teil verlegte und in der Folge ein zweites Rathaus dort erbaute.


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