Neustadt an der Orla

Neustadt an der Orla

Neustadt an der Orla - Marktplatz Neustadt liegt an der breiten Orlasenke, die im Norden durch die Buntsandsteinplatte und im Süden durch das Thüringer Schiefergebirge begrenzt wird. Die Stadt liegt 300 m über dem Meeresspiegel. Die Orla, die der Stadt und dem Landstrich den Namen gab, entspringt östlich der Nachbarstadt Triptis und mündet nach ihrem rund 30 km langen Lauf bei Orlamünde in die Saale. Sie fließt zunächst von Ost nach West, kurz vor Pößneck biegt sie in süd-westliche Richtung ab. Der Höhenunterschied von der Quelle bis zur Mündung beträgt 200 m.

Innenstadt von Neustadt an der Orla Die Orla trug besonders in den vergangenen Jahrhunderten zum Gewerbefleiß der Bürger bei und hatte somit auch eine entscheidende Bedeutung bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Das Handwerk, insbesondere der Tuchmacher und Gerber, brachte der Stadt und ihren Bewohnern Wohlstand, der heute noch in der erhaltenen mittelalterlichen Bausubstanz zu erkennen ist. In Neustadt mit den eingemeindeten Orten Lichtenau, Moderwitz, Molbitz und Neunhofen leben heute etwa 9000 Bürger, deren Gastfreundschaft weithin geschätzt ist. Der denkmalgeschützte Altstadtkern entwickelt sich langsam wieder zum lebenswerten Wohn- und Geschäftsbereich.

Das Neustädter Rathaus Neustadt und seine Kulturdenkmale
An der Nordseite des verhältnismäßig großen Marktes, der von einer regen mittelalterlichen Handelstätigkeit und auf die frühere Bedeutung der Stadt als Verwaltungsmittelpunkt des Orlagebietes hinweist, steht das Rathaus.
Es wird als eines der schönsten in Thüringen bezeichnet. Als spätgotischer Bau entstand es zwischen 1465 und 1500 unter Einbeziehung eines alten Kornschütthauses und einer Kapelle. Die prachtvollen Steinmetzarbeiten am Erker, an der Freitreppe, den Portalen, dem Ostgiebel und den beiden kleinen Südgiebeln erheben das Gebäude zum dominierenden architektonischen Punkt des Marktes.

Impressionen vom Brunnefest Im Inneren beeindruckt der Ratssaal, der noch aus der Bauzeit nach 1465 erhalten geblieben sein soll. Zu den interessanten Details des Gebäudes gehören die Ratswaage im Erdgeschoss und die steinerne Kröte, ein Prangerstein neben dem spitzbogigen Einganstor rechts neben der Freitreppe, den Straftäter um den Hals tragen mussten. In einer schmalen Gasse vom Markt zum Kirchplatz sind die Fleischbänke zu finden, eine in Deutschland einmalige mittelalterliche Ladenstraße der Fleischer, die 1475 vom Markt an diese Stelle gebaut wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche Sankt Johannis (mit einem Altar aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren), das Lutherhaus, der Marktbrunnen, die Klosterkirche mit Schloss, der Stadtpark (mit der alten Stadtmauer und Resten eines Wehrturmes), das Heimatmuseum ...

Die schöne Umgebung mit ihren sanft ansteigenden bewaldeten Höhenzügen lädt den Wanderer ein zu erholsamen Spaziergängen zum Bismarckturm mit seiner herrlichen Fernsicht auf die Berge des Thüringer Waldes, in die idyllischen Walddörfer, zur Hohen Straße, einem alten Kammweg nördlich der Stadt oder in die Ortsteile Neunhofen mit der ältesten Missionskirche des Orlagaues und nach Lichtenau. Zu den Traditionsfesten wie dem Brunnenfest „Bornquas“, dem Schützenfest und dem „Duhlendorfer Karneval“ begrüßt die Stadt jährlich tausende Gäste.

Lage

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