Bürgel

Bürgel in Thüringen

Rathaus in Bürgel Die Thüringer Kleinstadt liegt im Herzen des Saalelandes, am Rande des waldreichen Holzlandes und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zeiss- und Universitätsstadt Jena.

1234 erstmals erwähnt, ist die Geschichte der Stadt eng mit der des bekannten Benediktinerklosters im heutigen Thalbürgel verbunden. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts führte der Handel zu einem Aufschwung der Kaufleutesiedlung, später bildeten Handwerk und Landwirtschaft die Lebensgrundlage in der Region.

Keramik in Bürgel Seit 450 Jahren prägen die Töpfer das Stadtleben und gaben der Stadt ihren Beinamen "Töpferstadt". Einst gab es bis zu 45 Töpfereien in Bürgel.

Heute wird diese Tradition in neun Töpfereien fortgeführt. Ein Besuch in den Werkstätten oder in einer der Schauwerkstätten bietet einen Einblick in die Vielfalt des gegenwärtigen Töpferhandwerks.
Im einzigen Keramikmuseum Thüringens, 1880 gegründet, wird die Geschichte des Töpferhandwerks der Bürgeler Region dargestellt.


Keramikmuseum in Bürgel Es zeigt neben dem Bürgeler Steinzeug mit der "Blauen Schürze" und der (durchaus nicht immer blau-weißen) Irdenware auch Jugenstilgefäße nach Entwürfen von Henry van de Velde, einschließlich Kunstkeramik heutiger Keramik-Preisträger. Im Museum finden Töpferkurse und Präsentationen sowie wechselnde Sonderausstellungen statt.

Besuchermagnet ist jedes Jahr Ende Juni der traditionsreichste ostdeutsche Töpfermarkt. Bis zu 100 Töpfer aus dem europäischen Raum beteiligen sich am Markt. Der Bürgeler Töpfermarkt wird umrahmt von vielen kulturellen Angeboten und bietet eine Vielzahl kulinarischer Genüsse.

Badertor in Bürgel (einziges erh. Stadtor) Die historischen Gebäude der Stadt stammen aus der Zeit nach dem letzten großen Stadtbrand (1754). Ein Stadtrundgang informiert den Besucher über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten, u.a.:

  • Alte Posthalterei (1806 Einkehr Napoleons, später Arbeitsstätte des Lithographen Alfred Eisenach)
  • Badertor (einziges erhaltenes Stadttor)
  • Hospital St. Georgii (bestand schon im 12. Jhd.)
  • Reste der Stadtmauer (daran gelegen über 100 Jahre alte Töpfereien sowie technisches Denkmal "Kasseler Ofen")
  • Schulgebäude (1912, heute Keramikmuseum)
  • Stadtkirche St. Johannis (3 Emporen!, Gerhardt-Orgel von 1766 und Südportal von 1601)
  • Töpferfreibrandofen
  • Töpferei Ch. Freigang mit wechselnden Kunstausstellungen
  • zahlreiche Töpfereien (mit individueller Produktpalette)

Lage

Folge uns: