Eine Perle im fränkisch geprägten Südthüringen ist das Schloss Eisfeld, ein fränkischer Herrensitz aus dem 9. Jahrhundert, in seinem Kern eine mittelalterliche Burganlage. Das Steinerne Haus (Palas) wurde um 1080 und der Bergfried im 12. Jahrhundert errichtet. Die Burg hat im Laufe der Jahrhunderte vielfältige Veränderungen erfahren. 1360 wurde die Kemenate und 1558 der "Neue Bau" errichtet, der sich durch ein gewölbtes Torhaus, gebaut 1580, zur Stadt hin öffnet. Der 1555 erbaute Ökonomieflügel (Küchentrakt), zwischen Palas und Kemenate gab der Burganlage eine geschlossene Hufeisenform. Der Küchentrakt ist 1886 durch einen Gefängnisbau wilhelminischer Prägung ersetzt worden.
Seit 1949 beherbergt das Schloss hinter seinen wuchtigen Mauern das Museum der Stadt Eisfeld. Es betreut eine umfangreiche Sammlung zum Thüringer Porzellan, Stadt- und Regionalgeschichte, regionalem Handwerk und Zeugnissen der Volkskultur. Redewendungen aus dem deutschen Sprachgebrauch werden an musealen Objekten erklärt.
Redewendungen sind bis heute in unserem Sprachgebrauch fest verankert, aber die wenigsten wissen, woher sie kommen oder welchen realen Bezug sie einst hatten. Diesem Thema widmet sich das Museum im Eisfelder Schloss. Hier ist kein Besuch langweilig, denn Redewendungen werden in diesem Museum zu Brücken in die Vergangenheit. Viele museale Objekte liefern die Erklärung was es bedeutet "Tief in der Kreide zu stehe, Schwein zu haben, Blau zu machen, unter aller Kanone zu sein, das Heft in der Hand zu halten, den Löffel abzugeben oder auch die Katze im Sack zu kaufen".
Auch wenn die Jüngeren den Älteren oft nicht das Wasser reichen können, so haben diese aber kein Brett vorm Kopf, sondern die Alten werden ein Auge zudrücken und nicht jedes Ihrer Worte auf die Goldwaage legen. Aber mit einem Besuch im Eisfelder Museum ist dann Alles in Butter und in punkto Wissenszuwachs hat man auch noch mal Schwein gehabt.
Fotos ©: Museum Eisfeld
Di - Fr 10.00 - 16.00 Uhr
Sa - So 13.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Wochentag ist das Museum geschlossen.