Fischmarkt Erfurt

Fischmarkt Erfurt

Der Fischmarkt ist der Mittelpunkt der Stadt. Hier steht das neugotische Rathaus (1870-75), das anstelle des gotischen Vorgängerbaus errichtet wurde und in seinem Inneren von zahlreichen Wandgemälden zur Thüringer Geschichte und Sagenwelt geschmückt ist. Bedeutende Bürgerhäuser von reichen Waidhändlern verleihen dem Platz einen besonderen Reiz. Die Nr. 7, in der sich eine Kunstgalerie befindet, ist das Haus "Zum roten Ochsen" (1562). Der Figurenfries über dem Erdgeschoss stellt die Wochentage und die griechischen Musen dar. Wesentlich bescheidener ist das Haus Nr. 6 "Zur güldenen Krone", in dem von 1615 an die Posthalterei untergebracht war. An der Nordseite des Fischmarktes fällt die prächtige Renaissancefassade des Hauses "Zum breiten Herd" (1584) auf.

Die Brüstungsplatten über dem Erdgeschoss stellen die fünf Sinne dar: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen (von links nach rechts betrachtet). Fortgesetzt wird dieser Fries am Gildehaus (1892-92) mit der Darstellung der vier Haupttugenden: Gerechtigkeit, Klugheit, Mut und Mäßigung.

Die Standfigur in der Mitte des Platzes gibt oft Anlass zu Verwechslungen. Da Erfurt nie Freie Reichsstadt war, konnte auch kein Roland aufgestellt werden.
Der niederländische Bildhauer Israel von der Milla schuf 1591 in städtischem Auftrag die Figur eines Kriegers mit den Insignien der römischen Republick.
Der Unabhängigkeitsdrang des Rates und der Bürger kommt an dieser ungewöhnlichen Darstellung zum Ausdruck. Der "Mann auf der Säule" steht an der Stelle, wo sich lange Zeit eine Darstellung des Heiligen Martin, Schutzpatron der Stadt, befand.

Kontakt

Fischmarkt Erfurt

Fischmarkt
99084 Erfurt

Öffnungszeiten

frei zugänglicher Platz (immer geöffnet)



Lage



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