Goethewanderweg - Ilmenau - Thüringer Wald

Wandeln auf Goethes Spuren durch dichte Wälder und malerische Täler. Auszeichnung für Ilmenau - Mit dem Goethewanderweg zum Markenbotschafter Thüringens

Der Goethewanderweg zwischen Ilmenau und dem Thüringer Wald zählt zu den topempfohlenen Wanderungen in Thüringen. Die Route ist geöffnet und wird vom Thüringer Wald betreut.

Der Weg lädt dazu ein, auf Goethes Spuren durch dichte Wälder und idyllische Täler zu wandern. Ilmenau erhielt für den Goethewanderweg die Auszeichnung als Markenbotschafter Thüringens. Ganz im Sinne von Goethes Worten „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“ verbindet der rund 20 Kilometer lange Weg Naturerlebnis und Kulturgeschichte. 2005 wurde er als erster Wanderweg Thüringens mit dem Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Markiert ist er mit dem „G“, dem Kürzel Goethes, und führt zu seinen Wirkungsstätten.

Goethehäuschen

Der Startpunkt liegt am Amtshaus am Markt in Ilmenau. Das Gebäude wurde 1616 als Witwensitz für Gräfin Sophie von Henneberg errichtet und nach dem Stadtbrand von 1752 nach Plänen des Barockbaumeisters Gottfried Heinrich Krohne wieder aufgebaut. Heute befinden sich dort die Ilmenau-Information und das GoetheStadtMuseum.

Über die Obertorstraße gelangt man zum Friedhof und weiter durch die obere Altstadt vorbei am Zechenhaus auf den Mittleren und Oberen Berggrabenweg. Von Berthas Quelle und dem Schwalbenstein öffnen sich schöne Blicke ins Manebacher Tal. Weiter führt der Weg am Schöffenhaus vorbei über den Heidelberg zur Marienquelle und zum Emmastein, bevor es hinab nach Manebach zum Haus des Kantors geht.

GoetheStadtMuseum

Nach der Querung des Ilmtals beginnt am Kammerberg der Anstieg zur Helenenruhe und zum Großen Hermannstein, vorbei an der Sophienquelle. Dieser Abschnitt ist der steilste der Tour und bietet vom Felsen aus einen beeindruckenden Ausblick. Auf 861 Metern Höhe erreicht man das Goethehäuschen, in dem Goethe am 6. September 1780 sein berühmtes Gedicht „Wandrers Nachtlied“ an die Bretterwand schrieb. Die Verse sind heute in 16 Sprachen im frei zugänglichen Häuschen zu lesen.

Anschließend führt der Weg zum Kickelhahnturm. Der Aufstieg über 107 Stufen auf den 21 Meter hohen Turm wird mit einem weiten Blick über den Thüringer Wald belohnt. Goethe schätzte diesen Ort sehr, auch wenn der Turm erst 1855 errichtet wurde.

Kickelhahn (Foto: TI Ilmenau)

Bergab gelangt man zum Museum Jagdhaus Gabelbach, einem spätbarocken Zweckbau aus dem Jahr 1783, der einst als Gästehaus für Herzog Carl August diente. Das Museum zeigt Einblicke in die Jagdtraditionen, das höfische Leben und Goethes naturwissenschaftliche Arbeiten. Weiter talwärts erreicht man das Berg- und Spahotel Gabelbach, eines der renommiertesten Häuser im Thüringer Wald.

Nach der Hirtenwiese führt der Weg über die Landstraße nach Neustadt und hinab ins Schortetal zum Knöpfelstaler Teich mit Schutzhütte sowie zum Finsteren Loch mit kleinem Wasserfall. Ein Anstieg von etwa 20 Minuten bringt Wandernde zum historischen Gasthaus „Auerhahn“, benannt nach dem früher heimischen Auerhuhn. Über den Wanderparkplatz geht es schließlich hinab nach Stützerbach mit dem Schlossberg und dem Gundelachschen Haus, in dem sich das Goethemuseum Stützerbach befindet.

Museum Jagdhaus Gabelbach

Tourdaten im Überblick

Schwierigkeit: schwer
Strecke: 19,1 km
Dauer: 7:30 h
Aufstieg: 727 hm
Abstieg: 604 hm
Höchster Punkt: 861 m
Tiefster Punkt: 499 m


Parken: Nutzen Sie die Parkplätze am Markt - kostenpflichtig oder die Parkflächen am Bahnhof (dort kommen Sie bei einer ÖPNV-Rückreise auch wieder an).

 

Streckenverlauf von der Wanderung - "Goethewanderweg - Ilmenau - Thüringer Wald" von outdooractive