Kelbra

Kelbra am Nordrand des Kyffhäusergebirges

Kelbra Die freundliche Stadt Kelbra liegt mitten in der „Goldenen Aue“ zwischen Harz und Kyffhäusergebirge am „Kyffhäusermeer“, der so liebevoll genannten Talsperre Kelbra.
Das Städtchen ist im Süden von zahlreichen Streuobstwiesen, die sich bis in die Buchenwälder hineinziehen, umgeben. Im Norden grenzt die fruchtbare Helme-Niederung an.

Zur Stadt Kelbra gehören außerdem die Ortsteile:
Tilleda, Sittendorf und Thürungen.

Kelbra
Kelbra ist nicht nur im Sommer mit seinem Strandbad, Segelhafen und Campingplatz, sondern auch im Frühling zur Kirschbaumblüte und im Herbst, wenn mehrere 10.000 Kraniche am Stausee rasten, für Touristen interessant.




Kelbra Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen ins angrenzende Kyffhäusergebirge mit dem Kyffhäuser-Denkmal, der Barbarossahöhle und der Königspfalz Tilleda, aber auch zu den in nächster Umgebung liegenden Städten Bad Frankenhausen, Sondershausen, Nordhausen oder auch Sangerhausen.




Kelbra Erstmals wurde Kelbra 1093 urkundlich erwähnt.
Es entstanden in unmittelbarer Umgebung viele Rittersitze mit Burgen und Schlössern, Mauern und Türmen, Überreste sind teilweise noch heute zu sehen. Bei einem Stadtbummel können Sie viele alte Fachwerkhäuser bestaunen.




Kelbra ist eine der ältesten Siedlungen in der „Goldenen Aue“. Der Name der Stadt, der 1250 noch „Chelvera“ geschrieben wurde, wird von seiner Lage an einem Wasser oder in einer Niederung hergeleitet. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts besitzt der Ort das Stadtrecht. Ackerbau, Handwerk wie z.B. 200 Jahre Knopfmacherindustrie oder Bierbrauerei prägte das Leben der Einwohner.

Kelbra Die Grafen von Beichlingen stifteten 1251 ein Zisterzienserinnenkloster, welches 1525 zerstört wurde.
Aus Klosterzeit stammen noch Teile der Stadtkirche St. Georgii, die nach einem großen Stadtbrand 1607 in der heute bestehenden Form wieder aufgebaut.





Kelbra
Bemerkenswert sind u. a. ein dreiflügeliger Altar von Christian Richter aus Stolberg (1619) und ein kunstvoller Taufstein aus Alabaster im Renaissancestiel (16. Jahrhundert).
Vor der Kirche steht eine etwa tausendjährige Linde.




Kelbra Früher umgab die Stadt eine Mauer mit mehreren Wehrtürmen. Die Zugänge sicherten drei Stadttore. An mehreren Stellen findet man noch Mauerreste.
In Kelbra gab es große befestigte Adelssitze wie z.B. der Storkauer Hof. Diese und die Wasserburg waren in der Mauer mit eingebunden. Von der Wasserburg sind noch ein imposanter Bergfried, etliche Mauerreste sowie große Kelleranlagen erhalten.


Kelbra Das Rathaus befindet sich im Zentrum der Stadt und stammt in seiner heutigen Form aus dem Jahre 1777. Den Nordteil ziert ein gut erhaltener Renaissanceflügel. Das Eingangsportal besticht mit seiner Einfachheit und zeugt von dem hohen handwerklichen Können der Steinhauer.
In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Gebäude von Grund auf saniert und ist seit mehreren Jahren Sitz der Verbandsgemeinschaft „Goldene Aue“.

Kelbra Eine weitere Kirche steht im Altendorf von Kelbra. Die romanische St. Martini-Kirche ist eine der ältesten Kirche in der „Goldenen Aue“. Sie wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert als Wehrkirche erbaut. 1994 wurde sie aufwendig saniert und wird heute für Kulturveranstaltungen aber auch standesamtliche Trauungen genutzt. Originell sind die Ziegenböcke der Turmuhr. Beim Stundenschlag schlagen beide mit ihren Hörnern zusammen.

Kelbra Im ältesten Gebäude der Stadt Kelbra, der ehemaligen Oberpfarre, befindet sich das Knopfmacher- und Heimatmuseum der Stadt Kelbra.
Es diente früher als Wohnhaus des jeweiligen Pfarrers. Nach dem großen Stadtbrand 1607 wurde es von 1615 – 1616 neu aufgebaut.




Kelbra Nach umfangreicher Restaurierung werden seit dem Jahre 2000 überwiegend Exponate zur Geschichte der Knopfmacherindustrie ausgestellt. Das Leben der Knopfmacher und einfachen Handwerker wird anschaulich und detailgetreu gezeigt. Außerdem kann man eine Mineralienausstellung und alte Filmtechnik besichtigen.



Kelbra In der ehemaligen Neuen Brauerei von Eduard Joch sind noch weitläufige zweigeschossige Kelleranlagen auf einer Grundfläche von 1.200 m² erhalten. Eduard Joch kaufte der Stadt 1861 das Gelände ab und errichtete die Brauerei. 1869 wurde damit die erste Dampfbrauerei in der Region eingeweiht. 1926 wurde der Brauereibetrieb eingestellt. Nachdem Rückbau von mehreren Gebäuden 2006 sind noch einige Gebäude erhalten. Der Schornstein steht unter Denkmalschutz. Auf Anfrage kann man die riesigen Kellerräume besichtigen.

Kelbra Der Stausee Kelbra wurde 1964 für den Hochwasserschutz errichtet und hat sich zu einem Anziehungspunkt für den Tourismus entwickelt. Seecamping Kelbra lädt Campingfreunde, Segler und Surfer ein und bietet ihnen ausgezeichnete Bedingungen für den Wassersport.




Kelbra Aber auch andere Urlauber finden auf vielfältige Weise hier Erholung. In den Sommermonaten finden verschiedene Großveranstaltungen auf dem weitläufigen Strandbadgelände statt.
Außerdem finden hier über 300 Vogelarten auf der großen Wasserfläche, den ausgedehnten Schilf- und Wiesenflächen optimale Bedingungen. Das Gebiet ist ein international bedeutsames Brut– und Rastgebiet und ist als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Kelbra Im Ortsteil Tilleda befindet sich das archäologische Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda. Vom 10. bis zum Ende des 12. Jahrhundert hielten hier die deutschen Kaiser und Könige regelmäßig Hof. Es ist die einzige, vollständig ausgegrabene Pfalzanlage in Deutschland. Hier werden die wichtigsten Teile der Pfalz am Originalstandort in rekonstruierter Form anschaulich präsentiert.



Kelbra Weitere Aspekte veranschaulichen Ausgrabungsfunde sowie Schrift- und Bildquellen in den Ausstellungshäusern. Im Rahmen des Erlebnismuseums kann der Besucher selbst aktiv werden, angefangen von den Tagen der experimentellen Archäologie bis hin zu lebendiger Belebung der Pfalz durch Mittelaltergruppen.




Kelbra Im Bürger- und Gästeservice der Stadt Kelbra erhalten die Besucher eine umfangreiche und fachkundige Beratung. Die Mitarbeiter informieren die Gäste über die Stadt und die Umgebung und helfen bei der Suche und Buchung einer Unterkunft.

Bürger- und Gästeservice Kelbra
Jochstraße 3
06537 Kelbra (Kyffhäuser)
Tel.: 034651 – 459995
Fax: 034651 – 459996
Email: buerger-gaeste-service@kelbra.de
Internet: www.kelbra.de

Öffnungszeiten:
01.04. – 30.09. Montag bis Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr
01.10. – 31.03. Dienstag bis Samstag 10.00 – 16.00 Uhr

Kelbra Gut ausgeschilderte, gepflegte Wander- und Radwanderwege laden zu Ausflügen in die nähere Umgebung ein. So können Spaziergänger das Kyffhäusergebirge von Kelbra aus über zwei schöne Alleen erreichen, die vor mehr als 120 Jahren angelegt wurden. Die Lindenallee besteht aus ca. 400 Linden und führt in Richtung der heute nicht mehr begehbaren Rothenburg. Die schöne Promenade, 1880 von Eduard Joch angelegt, wurde mit unzähligen Ziersträuchern und Bäumen bepflanzt und führt in Richtung Kyffhäuser.

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