Ottilienkapelle auf dem Domberg

Ottilienkapelle in Suhl

Nach einem kurzen Fußmarsch vom Stadtzentrum in Suhl erreicht man in wenigen Minuten die Ottilienkapelle. Die Kapelle ist die dritte die hier oben auf dem Domberg ihr zu Hause findet.

Der Legende nach gab es einmal vor langer Zeit eine blindgeborene Ottilie, Tochter heidnischer Eltern, die in ihrem 12. Lebensjahr durch die Taufe wieder sehen konnte. Seit dieser Zeit galt das gottbegnadete Kind als Heilige. Auch die Bergleute, die hier am Domberg Erz förderten, waren nicht selten von Augenleiden betroffen. Ottilie sagte man nach, dass heilkräftige Quellen entstehen würden, wo sie erscheine. So wurde sie auch von den Bergleuten als Rettung auserwählt. Die Solequelle am Ottilienstein sei somit ihr Werk.

Die kleine Kapelle "uff Sankt Ottilien" verfiel jedoch, nachdem mit der Annahme der Reformation im Jahr 1544 nicht mehr so viel auf Heilige gegeben wurde. Aus romantischem Zeitgefühl entstand 1843 die Nachahmung der ursprünglichen Kapelle. Ottilie wurde nun allerdings als Bergmannsbraut gedeutet.
Im Innern der Kapelle erzählen Wandbilder eine Sage, die besagt, dass ein mittelloser Ritter Conrad von der Steinsburg um die schöne Bergmannstochter Ottilie freite.

Doch auch ein zweiter Mann, ein gewisser Hinz, hatte Gefallen an Ottilie gefunden. Er war sehr reich und Ottilies Vater entschied sich für ihn als Schwiegersohn. Hinz sollte Ottilie nicht bekommen und so richtete er Pfeil und Bogen auf seine Geliebte...

Am 3. April 1945 hatten in den Gefechten des Zweiten Weltkrieges amerikanische Granaten die kleine Kapelle den Erdboden gleich gemacht. Die heutige Kapelle stammt von 1953, jeden Tag kommen eine Menge Spaziergänger hier vorbei und genießen die Ruhe über den Dächern der Stadt.

Kontakt

Ottilienkapelle auf dem Domberg

Dombergweg
98527 Suhl

Bilder

Ottilienkapelle auf dem Domberg
Ottilienkapelle oberhalb von Suhl
Blick von der Ottilienkapelle auf Suhl

Lage



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