Schmölln

Schmölln in Thüringen

Malerwinkel in Schmölln Unter den Vögten von Gera, Weida und Plauen - als "die Reußen" bekannt - erhielt Schmölln zwischen 1324 - 1329 das Stadtrecht. In jener Zeit, Gebäude und Ländereien des ehemaligen Klosters waren an Heinrich Reuß von Plauen übergegangen, entstanden in Schmölln ein feudales Schloss, eine trutzige Wasserburg und - den Pflichten einer mittelalterlichen Stadt Rechnung tragend - eine bis zu 8 Meter hohe, die gesamte Stadt umschließende Stadtmauer. Die Reste dieser Befestigungsanlage kann man noch heute am Eichberg bewundern. Liebevoll restauriert, legt sie Zeugnis ab von der langen Geschichte der Sprottestadt.

Marktplatz von Schmölln Zur Erinnerung an die Stadtgründer findet man heute noch im Wappen von Schmölln, das seinen Ursprung im alten Stadtsiegel hat, den Helm mit den Pfauenfedern, dem Wappenzeichen der Reußen.

Im Zentrum des Schmöllner Wappens ist die Jungfrau Maria, Schutzheilige der ältesten Kirche der Stadt, dargestellt. Maria weist auf ein "wundertätiges" Abbild in der ehemaligen Kirche "Unserer lieben Frauen" auf dem Berge hin.

Amtsplatz Im 1997 eingerichteten Knopf- und Regionalmuseum wird ein umfangreicher Überblick über die wechselvolle Geschichte der Schmöllner Knopfindustrie gegeben, die weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zurückreicht. Der Perlmutterknopfdrechsler Hermann Donath aus dem bei Schmölln gelegenen Dorf Altkirchen war es, der 1863 beim Schmöllner Stadtrat sein Gewerbe als Knopfmacher angemeldet und damit den Grundstein für die Schmöllner Knopfindustrie legte. Auf der Suche nach neuen Rohstoffen für die Knöpfe entdeckte Valentin Donath die Samen der Früchte der Steinnusspalme.

Knopfmuseum in Schmölln Die "Schmöllner Knopffabrik" bringt heute mittels modernster Technologie täglich mehr als 100.000 Knöpfe auf den Markt, Polyesterknöpfe zumeist, Knöpfe aus echtem Hirschhorn aber auch schon wieder solche aus Steinnüssen. Im Knopf- und Regionalmuseum erweist die Stadt Schmölln seiner jahrzehntelangen und die Stadt prägenden Industrie seine Referenz mit einer Dauerausstellung. Gezeigt werden hier vielerlei und verschiedene Knöpfe. Aber nicht nur Knöpfe aus dem Samen der Steinnuss, sondern auch eine Steinnuss selbst sowie Gerätschaften, Maschinen und eine Vielzahl von Originaldokumenten kann der interessierte Besucher in Augenschein nehmen.

Wanderungen durch den Lohsenwald, auf Rad- und Wanderwegen entlang des Flusses Sprotte oder auf dem Pfefferberg, wo wir das Wahrzeichen der Stadt, den "Ernst-Agnes-Turm" finden, laden zum Entspannen und Träumen ein.

Sehenswürdigkeiten

Lage

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