Wanderung - "Von Bach zu Goethe" - Von Arnstadt nach Ilmenau - Thüringer Wald

Musik und Literatur - Vereint auf einem Wanderweg. Entdecken Sie die klangvolle Welt von Johann Sebastian Bach und das Wort-Universum von Johann Wolfgang von Goethe.

Was verbindet zwei berühmte Thüringer Persönlichkeiten mit einem Wanderweg? Zwar streifte Johann Wolfgang von Goethe häufig durch die heimischen Wälder und auch Johann Sebastian Bach legte viele Wege zu Fuß zurück, doch bringt man beide eher mit den schönen Künsten in Verbindung. Dennoch verbindet dieser Wanderweg nicht ohne Grund die Städte Arnstadt und Ilmenau – er schlägt zugleich eine Brücke zwischen zwei Welten.

 

Stadtmauer in Arnstadt

Bachs musikalisches Schaffen entstammt dem späten Barock des frühen 18. Jahrhunderts. Goethe, der große Dichter der Klassik, wurde 1749 geboren – nur ein Jahr vor Bachs Tod. Trotz der unterschiedlichen Epochen gehen Musik und Literatur nicht nur auf diesem Wanderweg eng nebeneinander her.

Die Tour startet am Südbahnhof in Arnstadt. Vor dem Aufbruch lohnt sich ein Besuch des Bachdenkmals und der Bachkirche am Marktplatz. Das Denkmal zeigt Bach als jungen Mann, denn er war erst 18 Jahre alt, als er hier seine erste feste Stelle als Organist erhielt. Zum Markt gelangt man über Holzmarkt, Kohlemarkt und Längwitzer Straße.

Bachkirche in Arnstadt

Vom Südbahnhof führt der Weg nach Süden in Richtung Thüringer Wald. Am Kurhausplatz vorbei folgt man der Bahntrasse bis kurz vor den Tierpark „Fasanerie“ und biegt dann links in die Kirschallee ein. Durch idyllische Kleingärten erreicht man bald die ersten Ausläufer des Thüringer Waldes und betritt das Naturschutzgebiet „Große Luppe“.

Zwischen Kuh- und Pappelberg verläuft der Weg durch die sanfte Hügellandschaft bei Arnstadt bis zum Aussichtspunkt Wipfratal. Von dort bietet sich ein weiter Blick nach Süden über Reinsfeld mit seiner historischen Wehrkirche bis zur Talsperre Heyda.

Talsperre Heyda mit dem Hotel & Steakhouse "Riverdam" in Heyda

Weiter geht es am Naturschutzgebiet „Ziegenried“ vorbei zur ehemaligen Reinsburg. Auf knapp 600 Metern Höhe sind heute nur noch Überreste der einstigen Raubritterfestung zu erkennen.

Ein verschlungener Waldpfad führt zum Aussichtspunkt am Rabenberg und weiter über den Walsberg zur Halskappe und dem Heydaer Berg. Durch das Naturschutzgebiet „Veronika Berg“ gelangt man zum Karolinenblick, von dem aus sich eine herrliche Weitsicht über Martinroda bis zur mächtigen Reichenbachbrücke der A71 eröffnet. Durch den Ort geht es wieder bergauf zur Thüringerwald-Autobahn – Ilmenau ist nun nicht mehr weit.

Blick auf Ilmenau

An den Hirtenbuschteichen vorbei erreicht man das „Tor zum Thüringer Wald“ nahe der Pörlitzer Höhe. Nach einem Abstecher über den historischen Friedhof und am Goethebrunnen vorbei endet die Tour am Marktplatz beim GoetheStadtMuseum.

Für erfahrene Wanderer beginnt hier der zweite Abschnitt auf den Spuren großer Thüringer. Der Goethewanderweg führt über den Ilmenauer Hausberg, den Kickelhahn, vorbei am berühmten Goethehäuschen und dem Jagdhaus Gabelbach zum Berg- und Spahotel Gabelbach und weiter über das historische Waldgasthaus Auerhahn bis zum Goethemuseum in Stützerbach.

Goethehäuschen

Tourdaten im Überblick

Schwierigkeit: mittel
Strecke: 24,7 km
Dauer: 8:00 h
Aufstieg: 596 hm
Abstieg: 375 hm
Höchster Punkt: 604 m
Tiefster Punkt: 277 m


Parken: Nutzen Sie den Parkplatz Schlossstraße.

Streckenverlauf von der Wanderung - "Von Bach zu Goethe" - Von Arnstadt nach Ilmenau - Thüringer Wald von outdooractive