Urlaub im
Herzen Deutschlands

Kurzurlaub: 48 Stunden in Weimar



Das Goethe-Schiller-Denkmal steht vor dem Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters in Weimar.

»Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen«. Dieses Zitat stammt von Johann Wolfgang von Goethe, der viele Jahre seines Lebens in Weimar verbracht hat. Und tatsächlich kann man schon bei einem Städtetrip von zwei Tagen in Weimar sehr viel besichtigen und dabei Interessantes über die deutsche Kultur und Geschichte lernen. Hier erfahren Sie, was Sie unbedingt in der thüringischen Stadt gesehen haben sollten. 

Die Kulturstadt Weimar
Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen. Von 1920 bis 1952 war sie die Hauptstadt des Bundeslandes, 1999 war Weimar die Kulturhauptstadt Europas. Schließlich haben hier viele Künstler ihre Spuren hinterlassen. Darunter sind neben Goethe und Schiller auch Bach, Liszt, Strauss, Wieland, Herder und Nietzsche. Sie haben die Epoche der Weimarer Klassik geprägt und ein großes Kulturgut geschaffen. Noch heute ist daher Weimar ein Zentrum für Kultur und Kunst und hat seinen Besuchern daher ein umfangreiches Programm zu bieten. 
 

Wichtige Sehenswürdigkeiten in Weimar




Bauhaus-Museum gegenüber vom Nationaltheater

1. Das Bauhaus-Museum
Das staatliche Bauhaus wurde von Walter Gropius 1919 als Kunstschule gegründet. Er holte internationale Avantgardekünstler nach Weimar und entwickelte mit ihnen ein neuartiges Lehrprogramm. Die Schüler des Bauhauses erbrachten dadurch herausragende Leistungen in der bildenden Kunst, im Design sowie in den Bereichen Architektur und Darstellenden Künste. 
Das Bauhaus wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Museum beherbergt über 300 Exponate, die sich mit den Künstlern und der Geschichte des Bauhauses befassen, und gibt seinen Besuchern dadurch einen Einblick in die Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts. 

Rokokosaal in der Anna Amalia Bibliothek

2. Die Anna Amalia-Bibliothek 
Die Anna Amalia-Bibliothek gehört zu den bekanntesten Bibliotheken Deutschlands. Sie wurde 1691 von Herzog Wilhelm Ernst gegründet und zum 300jährigen Jubiläum erhielt sie den Namen ihrer größten Förderin, Herzogin Anna Amalia. Durch den Brand im Jahr 2004 wurden zahlreiche Kunstwerke und Bücher stark beschädigt oder ganz zerstört. 

Knapp drei Jahre später waren die Restaurationsarbeiten beendet, sodass die Bibliothek wieder für Besucher eröffnet werden konnte. Besonders lohnenswert ist die Besichtigung des prächtigen Rokokosaales. Er ist oval geformt und erstreckt sich über drei Stockwerke. --> mehr Infos gibt`s hier!

Marktplatz mit Rathaus

3. Das Rathaus
Im Zentrum Weimars befindet sich das Rathaus am Marktplatz. Das neugotische Gebäude wurde 1841 errichtet und gehört ebenfalls zu den Wahrzeichen Weimars und ist bereits der dritte Bau in der Funktion als Rathaus. Die drei Etagen lassen es zusammen mit dem repräsentativen Balkon und Glockenturm sehr prachtvoll erscheinen. In dem Glockenturm erklingen 35 Glocken aus Meißner Porzellan von Juni bis November mit verschiedenen Melodien. Der Marktplatz, an dem das Rathaus liegt, ist ein Standort vieler Veranstaltungen wie Märkte.

Stadtschloss in Weimar

4. Das Stadtschloss mit Schlossmuseum 
Das Weimarer Stadtschloss, das auch als Residenzschloss bekannt ist, liegt am Ilmpark und damit im Zentrum der Stadt. Es gehört zum Ensemble »Klassisches Weimar« und wurde in diesem Zusammenhang wie einige Sehenswürdigkeiten der Stadt 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Schlossanlage wurde im barocken Stil erbaut und ist drei Stockwerke hoch. Früher diente das Schloss als Wohnstätte für Herzöge und Großherzöge. 

Das zugehörige Schlossmuseum stellt schwerpunktmäßig Malerkunstwerke bedeutender Künstler des 16. bis 20. Jahrhunderts wie Albrecht Dürer und Hans Baldung aus. Dazu gehören Sammlungen russischer Ikonen, eine Mittelalterabteilung, eine Cranach-Galerie mit wertvollen Beständen. In der Beletage befinden sich die schönsten klassizistischen Räume Europas. 

Goethes Wohnhaus am Frauenplan

5. Goethes Wohnhaus und Gartenhaus
Goethes Wohnhaus gehört zu den wichtigsten Zeugnissen des klassischen Weimars. Der Dichter hat 50 Jahre seines Lebens in seinem Haus verbracht, das im barocken Baustil gehalten ist. Die Wohnräume, die durch einen Bombenangriff während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, wurden rekonstruiert. Besucher können das Arbeitszimmer, die Privatbibliothek sowie die Empfangs- und Kunstsammlungsräume besichtigen und einen direkten Eindruck über das Leben und Wirken Goethes gewinnen.

Goethes Gartenhaus ist ein Sinnbild für den starken Bezug zur Natur, den der Dichter auch in einigen seiner Gedichte zur Sprache bringt. Er nutzte das Haus als Zufluchtsort. Für seine Verehrer ist es heute noch eine Art Wallfahrtsstätte. 

Schillers Wohnhaus

6. Schillers Wohnhaus mit zugehörigem Museum
Im Dezember 1799 verschlug es Friedrich Schiller und seine Familie von Jena nach Weimar. Dort bewohnten sie zunächst eine Mietwohnung, die dem Dichter aber nicht die nötige Arbeitsruhe bot. Daher kaufte er sich drei Jahre später ein Haus. Nach seinem Tod blieb seine Familie dort wohnen. Als Teil des Ensembles »Klassisches Weimar« gehört auch das Schiller-Haus seit 1998 zum Weltkulturerbe.

7. Das Deutsche Nationaltheater
Die langjährige Theatertradition Weimars wird im Deutschen Nationaltheater durch Schauspiel, Tanz- und Musiktheater auf insgesamt sechs Bühnen fortgeführt. Die traditionsreichste Bühne ist mit rund 850 Plätzen das Große Haus am Weimarer Theaterplatz, vor dem sich auch das Goethe-Schiller-Denkmal befindet. Das Nationaltheater erfreut sich bei den Weimarer Bürgern und auswärtigen Gästen großer Beliebtheit. Hier kann man den Abend entspannt ausklingen lassen.

8. Die Gedenkstätte Buchenwald
Auf dem Ettersberg bei Weimar betrieben die Nationalsozialisten von 1937 bis 1945 das Konzentrationslager Buchenwald, in dem rund 56.000 Menschen an Erschöpfung, Hunger, Folter oder durch an den Auswirkungen medizinischer Experimente starben. Es gehört zu den größten Konzentrationslagern auf deutschem Boden. 

1958 eröffnete die DDR auf dem KZ-Gelände die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald. 1990 wurde sie neu konzipiert. Heute können Besucher dort die Überreste des Lagers, Denkmäler und Relikte aus der Lagerzeit sehen. Außerdem ist es möglich, historische Gebäude wie das Krematorium zu besichtigen. Vier Dauerausstellungen informieren umfassend über die Geschichte und die Hintergründe des Konzentrationslagers.

Folge uns: